Deine Unterrichtsmaterialien digital zu erstellen, wird in den kommenden Jahren immer alltäglicher werden. Mit diesem Artikel möchte ich dir den Einstieg erleichtern. In der heutigen digitalen Ära gibt es so viele großartige Tools und Techniken, die dir dabei helfen können, ansprechende Lerninhalte für deine Schülerinnen und Schüler zu erstellen. Egal, ob du ein erfahrener Lehrer bist oder gerade erst anfängst, digitale Materialien zu erstellen, ich werde dir einige praktische Tipps geben, die dir den Einstieg erleichtern und deine Arbeit verbessern können. Schau auch gerne bei „Digitales“ vorbei, hier findest du jede Menge weitere Tipps.
- Damit ist einerseits die Erstellung der Materialien am Laptop,
- andererseits auch digitale Materialien (Quizze, Tools etc.) für die Schülerinnen und Schüler gemeint.
Ziemlich cool ist es, dass nahezu alles analoge auch digital möglich ist. Ob das aber sinnvoll ist, entscheidest du alleine. Als tolles Buch kann ich euch „Digitale Alternativen für Ihre Lieblingsmethoden„* von Sabrina Schäfer empfehlen. Ich kaufe meine Bücher sehr gerne über Lehrerwelt*- schaut gerne vorbei!
Warum digitale Unterrichtsmaterialien?
Bevor wir mit den Tipps starten, möchte ich dir einige Vorteile von der Erstellung digitaler Unterrichtsmaterialien zeigen.
- Erstens ermöglichen sie eine interaktivere Lernerfahrung. Durch den Einsatz von Videos, interaktiven Grafiken und Online-Übungen können die Schülerinnen und Schüler aktiv am Lernprozess teilnehmen.
- Zweitens sind digitale Materialien oft leichter zu aktualisieren und anzupassen, was es dir ermöglicht, flexibler auf die Bedürfnisse deiner Klasse einzugehen.
- Drittes schließlich helfen digitale Materialien dabei, die Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen der modernen Welt vorzubereiten, in der digitale Kompetenzen immer wichtiger werden.
Tipps für die Erstellung digitaler Unterrichtsmaterialien

1. Wähle das richtige Tool
Bevor du mit der Erstellung beginnst, musst du für dich das richtige Werkzeug auswählen. Es gibt eine Vielzahl von Tools, je nachdem, welche Art von Materialien du erstellen möchtest. Meine Favoriten:
- Für interaktive Präsentationen könnte PowerPoint oder Canva eine gute Wahl sein.
- Für animierte Videos kannst du Explainity verwenden.
- Wenn du auf der Suche nach einer Möglichkeit bist, Arbeitsblätter zu erstellen, probiere Tools wie Word, Canva oder PowerPoint aus.
- Für Quizze und Interaktives nutze ich gerne Kahoot! und LearningApps.
2. Berücksichtige die Bedürfnisse deiner SuS
Wenn du digitale Unterrichtsmaterialien erstellst, ist es wichtig, die Bedürfnisse und Fähigkeiten deiner Schülerinnen und Schüler im Blick zu behalten.
- Stelle sicher, dass die Materialien unterschiedliche Lernstile berücksichtigen.
- Wenn möglich, erstelle immer eine PDF-Datei, wenn du die Materialien mit Schülerinnen und Schülern teilst. Zum einen sind deine Materialien vor der Bearbeitung geschützt (Word, PowerPoint), zum anderen sind PDF-Dateien bei nahezu allen Tablets und Laptops zuverlässig zu öffnen.
3. Halte es einfach und übersichtlich
- Es ist leicht, sich von den vielen Möglichkeiten, die digitale Tools bieten, überwältigen zu lassen, aber weniger ist oft mehr. Am besten ist es, wenn du deine Materialien zunächst mit ein oder maximal zwei Programmen erstellst.
- Halte deine Materialien einfach und übersichtlich, damit sich die Schülerinnen und Schüler auf den Lerninhalt konzentrieren können, ohne von zu vielen Ablenkungen abgelenkt zu werden. Idealerweise nutzt du nur eine oder maximal zwei Apps pro Stunde mit deinen Schülerinnen und Schülern.
- Verwende klare Anweisungen und strukturierte Layouts, um den Lernprozess zu unterstützen. Dazu hilft es, wenn du dir eine Vorlage erstellst und diese einfach kopierst. Nachdem duplizieren kannst du die Datei bearbeiten. Glaub mir, Vorlagen sind ein Game Changer! Ich habe Vorlagen für alles: Arbeitsblätter, Tests, Klausuren, PowerPoint-Präsentationen usw.
4. Nutze multimediale Elemente
- Eines der besten Dinge an digitalen Unterrichtsmaterialien ist die Möglichkeit, multimediale Elemente einzubinden. Nutze Videos, Bilder, Audio-Clips, Apps und interaktive Grafiken, um den Lerninhalt lebendig und ansprechend zu gestalten.
- Diese Elemente können dazu beitragen, das Interesse der Schülerinnen und Schüler zu wecken, die Motivation zu fördern und ihnen dabei helfen, den Stoff besser zu verstehen.
5. Teste und überarbeite deine Materialien
- Bevor du deine digitalen Unterrichtsmaterialien mit deiner Klasse teilst, ist es wichtig, sie testen und wenn nötig überarbeiten.
- Stelle sicher, dass alle Links und interaktiven Elemente funktionieren und dass der Inhalt klar und verständlich ist.
- Bitte auch Kollegen oder Freunde, deine Materialien zu überprüfen, um Feedback zu erhalten und Verbesserungsvorschläge zu sammeln. Es ist auch großartig, hier Erfahrungen auszutauschen und einen Materialpool anzulegen. Austausch ist Gold wert!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Mit einem iPad stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um digitale Unterrichtsmaterialien zu erstellen. Du könntest Notizen mit Apps wie GoodNotes, OneNote oder Notability machen, interaktive Präsentationen mit Keynote erstellen oder Arbeitsblätter mit Apps wie Pages oder Google Docs entwerfen.
Ja, absolut! Es gibt viele Apps, die es dir ermöglichen, digitale Unterrichtsmaterialien direkt auf deinem Handy zu erstellen. Apps wie Canva, Adobe Spark und Microsoft Office bieten eine Vielzahl von Tools und Vorlagen, die speziell für die Erstellung von Lernmaterialien optimiert sind.
Um sicherzustellen, dass deine Materialien optisch gut sind, achte darauf, klare Anweisungen zu geben und Schriftarten zu verwenden, die leicht zu lesen sind. Beispielsweise füge ich nach der Überschrift immer eine Tabelle als Kasten oben ein, in denen die Arbeitsaufträge zu lesen sind. Diese Struktur ist bei meinen Arbeitsblättern immer gleich. Biete deinen Schülerinnen und Schülern falls nötig alternative Formate an, die zusätzliche Unterstützung benötigen. Ich habe manchmal eine kreative Aufgabe für Schnelle und Tippkarten für Schülerinnen und Schüler, die bei der jeweiligen Aufgabe Unterstützung benötigen. Die Binnendifferenzierung schaffe ich leider nicht immer. Je öfter ich aber die gleiche Stufe unterrichte, desto mehr füge ich so etwas hinzu.
Ja, es gibt viele kostenlose Tools zur Erstellung digitaler Unterrichtsmaterialien. Google Suite bietet eine Vielzahl von Tools wie Google Docs, Google Slides und Google Forms, die alle kostenlos genutzt werden können. Darüber hinaus gibt es Open-Source-Tools oder LibreOffice, die ebenfalls kostenlos sind. Meist haben wir als Lehrer aber zusätzliche Möglichkeiten wie Microsoft Office oder Education Lizenz von Canva.
Um deine digitalen Unterrichtsmaterialien effektiv zu organisieren, solltest du ein System entwickeln, das für dich funktioniert. Falls dich das interessiert, schau dafür hier vorbei.
Mit diesen Tipps und Tricks sollte es dir leichter fallen, ansprechende und effektive digitale Unterrichtsmaterialien zu erstellen. Denk daran, experimentiere mit verschiedenen Tools und Techniken, um herauszufinden, was am besten für dich und deine Schülerinnen und Schüler funktioniert.
Ganz viel Spaß beim Erstellen!
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