
Ich bin Steffi und habe mein wirklich furchtbares Referendariat 2018/2019 gemacht. Ich bin seit 7 Jahren – mal mehr und mal weniger happy – Gymnasiallehrerin mit den Fächern Geographie, Geschichte, Biologie und Naturwissenschaft und Technik. Ich dachte, ich müsste alles perfekt machen: jedes Arbeitsblatt individuell, jede Stunde kreativ, jedes Gespräch souverän.
In meinen ersten Berufsjahren war ich komplett und dauerhaft am und über dem Limit.
Feierabend? – Gab es nicht.
„Es wird irgendwann alles besser.“ – Wurde es nicht.
Ich war abends nur noch müde, hatte ständig das Gefühl, zu wenig zu schaffen, und mein Privatleben? Gab es kaum noch…
Ich habe zwei Jahre lang nach Lösungen gesucht, in Büchern, Blogs, Fortbildungen, Coachings. Ich wollte meinen Job gut machen, ohne mich dabei selbst zu verlieren.
Irgendwann war ich so ausgelaugt, dass ich ernsthaft darüber nachgedacht habe, den Lehrerberuf aufzugeben. Und das, obwohl ich eines ganz klar wusste: Ich liebe diesen Job.
Heute weiß ich: Es lag nie an mir.
- Es lag an einem System, das uns alles abverlangt, aber uns nie zeigt, wie wir aufhören dürfen.
Ich habe für mich einen Weg gefunden. Mit klaren Strukturen, gesunder Abgrenzung und einem Feierabend, der wirklich beginnt, nicht perfekt, aber verlässlich.
Und genau dabei unterstützte ich jetzt andere Lehrkräfte. Menschen, die ihren Beruf ernst nehmen, aber nicht länger jeden Abend dafür bezahlen wollen. Menschen, die ihr Leben zurückhaben möchten und nicht mehr bereit sind, nur für die Schule zu leben.
Du bist nicht allein und Du kannst das schaffen.
Steffi
Be a happy teacher.
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